Brückenbau wird im Frühjahr beschlossen

Bild Brückenbau wird im Frühjahr beschlossen(Döbeln/09.02.2011)

Nach Zustimmung des Stadtrates kann die Verwaltung die Planung in Auftrag geben. Die FDP drängt zur Eile.

Die Döbelner Stadträte könnten in einer ihrer nächsten Sitzungen den Weg frei machen für die geplante, zweite Muldenquerung. Döbelns Bauamt beschäftigt sich mit diesem Thema.

Die Brücke soll von der verlängerten Schillerstraße zur Sörmitzer Straße führen und etwa 3,5 Millionen Euro kosten. Döbeln müsste nicht die ganze Summe bezahlen. Das Wirtschaftsministerium hat der Stadt einen Zuschuss von 75 Prozent in Aussicht gestellt. Zusätzlich würden sie die Planungskosten übernehmen. Auf die Stadt kämen dann noch rund 600.000 Euro zu.

„Wir prüfen gerade mit dem Landratsamt, nach welchem Baurecht wir die Brücke planen“, sagte Baudezernent Thomas Pfeiffer. Ein Bebauungsplanverfahren könnte relativ schnell abgewickelt werden. Für ein langwieriges Planfeststellungsverfahren wären umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen nötig. Steht fest, nach welchem Baurecht die Brücke geplant wird, muss der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss fassen. Darin müssten die Räte auch die Stadt anweisen, Geld für den Brückenbau in den aktuellen Haushalt einzustellen. Danach könnte ein Planungsbüro die Brücke entwerfen.

 

Allerdings drängt die Zeit. Die in Aussicht gestellten Fördermittel stehen Döbeln nur bis 2014 zur Verfügung. Auch der Ortsverband der FDP mahnte bei seiner Versammlung am Montag zur Eile beim Brückenbau. Während der laufenden Flutschutzbauten an der Mulde könnte es bis 2017 wegen der Baufahrzeuge öfter sehr voll in der Stadt werden. „Wir wollen hoffen, dass es während des Baus der Flutschutzanlagen keine Probleme an der Oberbrücke gibt. Wenn die zweite Muldenquerung dann fehlt, kann es in der Stadt Probleme geben“, sagte Jörg Neumann.

Brücke soll Stau verhindern

Eine zweite Muldenbrücke sei nötig, damit bei Unfällen oder Baustellen auf der Ritterstraße, der Straße des Friedens oder der Kleinen Kirchgasse den Verkehr nicht zum Erliegen zu bringen. Mitglieder der FDP schlugen deshalb vor, die Döbelner zu ihrer Meinung zur geplanten Brücke zu befragen. Damit soll verhindert werden, dass die Bürger von den Bauplänen überrascht werden und sich ähnlich wie beim Bau des Stuttgarter Bahnhofs übergangen fühlen.

Um Streitpunkte zu entkräften, führte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) bereits Ende des vergangenen Jahres Gespräche mit den direkten Anwohnern der geplanten Brücke an der Schillerstraße. Alle Anwohner sind aber noch nicht von der Brücke überzeugt. Hier bestehe noch Redebedarf, so Baudezernent Thomas Pfeiffer.

In jedem Fall wolle er die Bürger in die Brückenbaupläne einbeziehen. Ähnlich wie aktuell beim Flutschutzprogramm könne er sich vorstellen, die Döbelner zu Informationsversammlungen einzuladen und ihnen die Brückenpläne vorzustellen.

 

Quelle: Döbelner Anzeiger - Klemens Deider

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