FDP will Brücke an der Uferstraße

Bild FDP will Brücke an der Uferstraße(Döbeln/03.03.2011)

Die FDP schlägt vor, zur Entlastung des Verkehrs in der Innenstadt eine Brücke in Verlängerung der Uferstraße zu bauen.

Die FDP-Stadtratsfraktion bringt eine alte Planung für die zweite Muldenquerung wieder ins Spiel. Schon bei der Diskussion zur S 32 war der Bau einer Brücke in Verlängerung der Uferstraße im Gespräch. „Von dort wäre in der Perspektive der Weiterbau der Straße in Richtung städtischer Bauhof, Dresdner Straße möglich, wobei im wesentlichen nur unbebautes Gartenland tangiert würde“, sagte der stellvertretende Oberbürgermeister Rocco Werner (FDP) auf der Mitgliederversammlung der Bundes der Selbstständigen (BDS).

An der Uferstraße werde die Hochwasserschutzmauer demnächst gebaut, wodurch die Straße sowieso erneuert werden müsse. Zudem sei hier keine Ampel nötig, wie sie beim bisher vorgesehenen Ausbau der Schillerstraße für eine Muldenbrücke geplant ist. Allerdings, so Rocco Werner weiter, gehe er davon aus, dass bei beiden Varianten ein Planfeststellungsverfahren nötig werde, dass eine geraume Zeit in Anspruch nimmt.

Stau ist kontraproduktiv

Das wiederum stößt bei den Gewerbetreibenden nicht gerade auf Gegenliebe. „Wir wollen arbeiten und nicht im Stau stehen, wie es jetzt noch zu häufig vorkommt“, sagte BDS-Chef Peter Draßdo. Er kenne einen Unternehmer aus dem Gewerbegebiet Döbeln Ost, der seinen Betrieb erweitern möchte und deshalb nach Roßwein geht. „Er will einfach nicht im Gewerbegebiet Masten bauen und dann mit seinen Fahrzeugen die oft verstopften Straßen quer durch Döbeln fahren. Hier muss schnell etwas geschehen.“

 

Unternehmer Klaus Bauer brachte es auf den Nenner: „Es muss zügig gebaut und nicht wieder alles zerredet werden“. Dabei sei es gleich, welche Variante (Schillerstraße oder Uferstraße) realisiert werde, Hauptsache, es geschehe bald etwas zur Entlastung der Straßen in der Innenstadt. In der Diskussion sprachen sich die meisten Unternehmer für eine Brücke an der Uferstraße aus, bietet sie doch perspektivisch das meiste Entlastungspotenzial des Ost-West-Verkehrs in Döbeln.

Auch zu dem zu 100 Prozent als Hochwasserschutzmaßnahme geförderten Neubau der Brücke Straße des Friedens erläuterte Rocco Werner einen Vorschlag. Hier soll die alte Brücke abgerissen und mit einer höheren Durchlasshöhe neu gebaut werden. In der Bauphase soll eine Behelfsbrücke, die erhebliche Kosten verursache, den Verkehr aufnehmen. „Die jetzige Brücke könnte doch während der Bauphase stehen bleiben und erst nach der Fertigstellung des neuen Bauwerks abgerissen werden. Dann ist keine Behelfsbrücke nötig, was Geld einsparen würde“, sagt Werner. „Die neue Brücke sollte dann auf den Busbahnhof führen, was zudem einen flüssigeren Verkehrsfluss ermöglicht“, sagte der Stellvertretende Oberbürgermeister. Noch sei es für eine solche Planung nicht zu spät.

Neue Ideen nicht verhindern

„Wir sollten daran denken, dass wir für die nächsten 100 Jahren bauen und da sollte das schon sinnvoll sein“. Er habe den Eindruck, so Werner, dass die Stadt neue Ideen verhindern will. Diese würden die Hochwasserschutzvorhaben verzögern. Dabei werde als Argument die Landestalsperrenverwaltung vorgeschoben, deren Planungen dann nicht rechtzeitig realisiert werden könnten. „Im Falle der Brücke an der Straße des Friedens liegt noch gar keine Planung vor. Dort könnten wir ohne Probleme eine Verlegung auf den Busbahnhof hinbekommen“, sagt Rocco Werner. Die bei dieser Variante höheren Baukosten würden durch den Wegfall der Behelfsbrücke kompensiert. Schließlich fasste die BDS-Ortsgruppe Döbeln den Beschluss, in dem sie sich für den baldmöglichsten Bau einer neuen Muldenüberquerung und die Prüfung der neuen Brückenvariante an der Straße des Friedens in Richtung Busbahnhof ausspricht.

Quelle: Döbelner Anzeiger

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